Vier „Happy Little Projects“, die das Chaos im Kinderzimmer in nur 15 Minuten beenden

Vier „Happy Little Projects“, die das Chaos im Kinderzimmer in nur 15 Minuten beenden

Kennen Sie das Gefühl? Sie lieben Ihre Kinder über alles, aber dann betreten Sie den Raum, in dem all diese Liebe wohnt, und sehen … das Chaos. Diese ständige Zerrissenheit zwischen elterlicher Zuneigung und dem Wunsch, einfach alles in den Müll zu werfen, nennen Psychologen kognitive Dissonanz. Bei uns ist es der Alltag.

Tatsache ist: Das Problem liegt selten bei den Kindern, sondern bei einem schlecht durchdachten System (oder dem kompletten Fehlen eines solchen). Viele Eltern in Österreich geben schnell auf, weil sie glauben, die Aufräumaktion müsse den halben Samstag dauern. Ich habe allerdings bemerkt, dass kleine, spezifische „Happy Little Projects“ sofort funktionieren und die Kinder sogar miteinbeziehen. Hier sind vier, die Sie heute noch starten können.

Warum die Originalverpackung von Spielzeug die Hauptursache für Unordnung ist

Bei genauerem Hinsehen wird klar: Viele Spielzeughersteller (besonders bei Bastel- und Kartenspielen) entwerfen die denkbar schlechtesten Aufbewahrungsboxen! Sie sind groß, aus zerbrechlicher Pappe und halten nicht lange. Bei uns im Verlag nennen wir das den „5000-Teile-Chaos-Effekt“.

Die Lösung ist radikal und visuell: Werfen Sie die unpraktischen Originalschachteln weg, sobald Sie das Spielzeug gekauft haben. Wechseln Sie zu klaren, stapelbaren Behältern. Besonders gut funktionieren durchsichtige Schuhkartons aus Plastik (im Baumarkt oder beim lokalen Lagerhaus oft günstig erhältlich).

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  • Das Puzzle-Problem: Schneiden Sie den Titel und das Bild des Puzzles von der Originalschachtel ab und kleben Sie diese gut sichtbar auf den Deckel des Plastikbehälters.
  • Bastel-Kits (Perlen, Glitzer): Verwenden Sie geteilte Bento-Boxen oder Besteckkästen. Das Zubehör, das nicht in das neue System passt, wird sofort gespendet. So erzwingen Sie eine natürliche Begrenzung.

Das Geheimnis der drehbaren Aufbewahrung

Ich habe in meiner Praxis gesehen, dass Kinder sich Unordnung anmaßen, wenn sie tief in eine große Kiste greifen müssen, um ein kleines Teil (zum Beispiel die gewünschte LEGO-Figur) zu finden. Beim Graben werfen sie automatisch den ganzen Inhalt heraus.

Die Alternative: Ein einfacher, geteilter Drehteller (wie man ihn manchmal für Gewürze in der Küche verwendet) auf einer niedrigen Ablage. Kleine Gegenstände wie Autos, Figuren oder Buntstifte können dort in Fächern gelagert werden. Das Kind dreht einfach, nimmt das Gesuchte und legt es leichter wieder zurück.

Die spezielle „Dress-Up“-Station: So verstauen Sie Kostüme elegant

Jedes Elternteil kennt den Moment, in dem die Kinder wieder die große Kiste mit den Faschingskostümen aus dem Keller holen und diese dann überall im Raum verteilt liegen bleiben. Das Problem: Die Kiste ist zu weit weg und zu unpraktisch.

Wenn Sie einen Teil des Zimmers opfern können, kreieren Sie eine spezielle Verkleidungsstation. Dies ist nicht nur praktisch, sondern macht das Aufräumen für die Kinder „besonders“.

  • Verwenden Sie eine niedrige Kleiderstange in Kinderhöhe (oder eine einfache Holzkiste mit Haken).
  • Hängen Sie die wenigen meistgenutzten Kostüme auf einfache Kleiderbügel.
  • Accessoires (Hüte, Feenstäbe) kommen in eine schöne, große Korbkiste daneben.

Das Aufräumen des Kostüm-Chaos wird, anstatt eine Pflicht zu sein, zum letzten Schritt des „Spiels“. Kinder sind eher bereit, Ordnung zu halten, wenn diese Ordnung selbst ein schönes, besonderes Element des Raumes darstellt.

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Der ultimative Tipp: Nutzen Sie Regenbogen-Ordnung als Entspannung

Viele Eltern in Wiener Wohnungen oder Salzburger Einfamilienhäusern verbringen den Abend damit, ermüdet alles wegzuräumen. Ich empfehle, die Perspektive zu ändern. Verwenden Sie die Aufräumzeit als eine Art meditativen Abschluss des Tages.

Einer meiner persönlichen Lieblings-Lifehacks ist das Sortieren von Büchern nach dem Regenbogenprinzip (Rot, Orange, Gelb usw.). Das wirkt unglaublich beruhigend, weil es sich nicht nach mühsamer Arbeit, sondern nach einer visuellen Optimierung anfühlt. Fangen Sie im Kinderzimmer damit an: Nehmen Sie eine Buchreihe der Kinder und ordnen Sie sie nach Farbe. Das ist ein schnelles „Projekt“, das den ganzen Raum sofort besser aussehen lässt.

Fangen Sie klein an: Ein „Happy Little Project“ bedeutet, sich nur eines dieser Probleme vorzunehmen – die Schuhkartons für Spiele, den Drehteller für Legos oder das Regenbogen-System für Bücher. Setzten Sie sich 15 Minuten und Sie werden einen sofortigen, sichtbaren Erfolg erleben.

Welchen dieser Tipps finden Sie am einfachsten, um sofort damit zu starten?

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