Wenn Sie das Gefühl haben, das Packen für das Zeltlager Ihres Kindes kommt einer Vorbereitung für eine Marsmission gleich, sind Sie nicht allein. Es ist genug, um selbst die organisiertesten Eltern an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Zwischen schlammigen Abenteuern und Themenabenden scheint die Packliste endlos.
Die gute Nachricht: Wir haben ein System. Ein erprobtes System, das Chaos in Struktur verwandelt und sicherstellt, dass Ihr Kind im Zeltlager (in Österreich oft „Ferienlager“ oder einfach „Lager“) schnell findet, was es braucht. Lesen Sie jetzt weiter, um den besten Trick für die Unterwäsche zu erfahren.
Der Smart Click: Die drei Eckpfeiler des stressfreien Packens
Die größte Falle beim Packen ist die Übertreibung. Wir neigen dazu, drei Ersatz-Sweatshirts und fünf Taschenlampen einzupacken – „nur für den Fall“. Das erschwert Ihrem Kind aber das Leben, weil es weniger Übersicht hat.
1. Bearbeiten, dann Erobern (Die Halbierungs-Regel)
Legen Sie alles auf den Boden. Atmen Sie tief durch. Und packen Sie die Hälfte wieder weg. Ihr Kind braucht nicht mehr als nötig. Weniger ist im Zeltlager fast immer mehr, da es einfach weniger zu verlieren gibt.
- Fokus auf Funktionalität: Nehmen Sie nur Kleidung, die leicht trocknet und schmutzig werden darf.
- Kein „Ersatz-Ersatz“: Wenn etwas kaputt geht, ist das Teil des Abenteuers – keine Weltuntergangsszene.
2. Die Generalprobe (Der wichtigste Schritt für Erstc$auml;mpfer)
Gerade bei Kindern, die zum ersten Mal ins Lager fahren, ist das Training entscheidend. Lassen Sie Ihr Kind zu Hause mit dem Koffer oder Rucksack üben. Wenn es weiß, wo was ist, bleibt es im Lagerleben viel organisierter.

3. Alles in Beutel (Der Game-Changer)
Vergessen Sie chaotische Koffer. Klarsichtbeutel, Kulturbeutel zum Aufhängen und kleine Packwürfel sind Ihre neuen besten Freunde. Sie sind ideal, um alles nach Tag, Kategorie oder Aktivität zu trennen.
Ich habe beobachtet, dass Kinder, die ihre Outfits vorsortiert haben, morgens viel schneller startklar sind. Das spart wertvolle Minuten für die Lagerbetreuer – und vermeidet Stress.
- Outfits nach Tag: Legen Sie für jeden Tag ein komplettes Outfit (Unterwäsche, Socken, T-Shirt, Hose) in einen beschrifteten Beutel.
- Toilettenartikel aufhängen: Ein hängender Kulturbeutel ist Pflicht. Die Ablageflächen im Zeltlager sind oft nass oder schmutzig.
- Schmutzwäschebeutel: Packen Sie einen leichten Beutel (z.B. einen Kissenbezug) für die Schmutzwäsche ein. So kommt es nicht zu Verwechslungen.
Der magische Trick mit den Etiketten: Etikettieren Sie, als gäbe es kein Morgen
Im Zeltlager vermischen sich Dinge schneller, als Sie „Wiener Schnitzel“ sagen können. Wenn es ins Lager geht, bekommt es ein Etikett. Das gilt für Socken, Zahnpasta und selbst den Taschenlampen-Container.
Glücklicherweise ist das Internet voll von individualisierbaren Namensetiketten. Hier eine kurze Übersicht, welche Sie nutzen sollten:
- Aufkleber-Etiketten: Für glatte Oberflächen wie Wasserflaschen (unbedingt mehrfach bekleben!), Taschenlampen und Snacks.
- Bügeletiketten: Perfekt für Kleidung, Socken und Handtücher. Sie halten die berüchtigte Lager-Wäsche (die wir alle kennen und fürchten) stand.
- Einnähetiketten: Für die wirklich wichtigen Dinge – Decken, Lieblingsstofftiere oder Schlafsäcke. Ein bisschen Mühe zahlt sich hier aus, falls wichtige Dinge verloren gehen sollten.
- Schuh-Etiketten: Weil 15 Paar identische Badeschuhe im Waschraum schnell für Verwirrung sorgen. Diese kommen direkt in den Schuh und halten fest.
Spezifischer Tipp: Die Taschenlampen-Falle
Jeder packt eine Taschenlampe ein, aber die wenigsten packen Ersatzbatterien ein. Und noch seltener kontrollieren sie, ob das Kind die Taschenlampe nach dem Gebrauch ausschaltet.

Ihre Checkliste: Was wirklich ins österreichische Ferienlager muss
Beginnen Sie mit der Anzahl der Übernachtungen und schauen Sie sich den Lager-Zeitplan an.
Bekleidung und Badesachen
- 1 Outfit pro Tag (plus 2 Reserve-Outfits, wegen dem österreichischen Wetter und Matsch!)
- 2–3 Schwimmsachen
- Pyjamas (mindestens zwei Sets)
- Unterwäsche + Socken (Packen Sie die doppelte Menge Unterwäsche ein, die Sie für nötig halten – Sie werden sich bedanken!)
- Turnschuhe (mindestens 1 Paar)
- Badeschuhe/Flip-Flops (für die Dusche)
- Wetterfeste Jacke (eine leichte Regenjacke ist besser als ein dicker Mantel)
- Themenabend-Extras (falls im Lagerbrief angekündigt: z.B. Dirndl/Lederhose-Ersatz oder verrückte Hüte)
Hygiene und Kosmetik
Nehmen Sie Reisegrößen, wo es geht, und nutzen Sie Produkte, die Ihr Kind bereits kennt. Camp ist nicht der richtige Zeitpunkt, um neue Shampoos zu testen.
- Zahnbürste + Zahnpasta + Zahnseide
- Shampoo + Seife/Duschgel (in einem Behälter, der nicht ausläuft!)
- Haarbürste oder Kamm
- Sonnenschutz (unbedingt einen Stick oder eine Rolle zum einfachen Auftragen wählen)
- Insektenschutz (etwas gegen Gelsen ist in den Sommermonaten in Österreich essenziell)
Bett- und Badartikel
Eine gemütliche Schlafstätte macht nach einem langen Tag am Lagerfeuer einen großen Unterschied.
- Schlafsack oder Decke (je nach Vorgabe)
- Kissen und 2 Kissenbezüge (der zweite ist ein guter Reserve-Waschbeutel)
- Badetuch und Strandtuch
- 1 Trost-Gegenstand (Stofftier, Decke – etwas, das sich nach Zuhause anfühlt und bitte mit Einnähetikett versehen!)
Zum Abschluss: Keine Panik, wenn etwas vergessen wird
Beim Packen geht es nicht ums Perfektionieren. Es geht darum, Ihrem Kind ein System zu bieten, das ihm im Lager hilft, autonom und selbstbewusst zu sein. Sie haben das gut gemacht!
Und wenn etwas vergessen wird? Dafür gibt es die Lagerleitung und die Möglichkeit, ab und zu ein Päckchen zu schicken. Es ist eine wertvolle Lektion, dass man nicht immer alles braucht.
Was war das Unnötigste, das Sie jemals fürs Ferienlager eingepackt haben, und was haben Sie daraus gelernt? Erzählen Sie es uns in den Kommentaren!

