Das verborgene Menü in jedem Wiener Kleiderschrank: 10 Tricks, die Garderoben sofort zur Boutique machen

Das verborgene Menü in jedem Wiener Kleiderschrank: 10 Tricks, die Garderoben sofort zur Boutique machen

Haben Sie jemals ein Foto von einem aufgeräumten, traumhaften Kleiderschrank gesehen und sich gefragt: „Wie mache ich das in meiner 40-Quadratmeter-Wohnung in Wien?“ Diese Art von Magie ist nicht nur Prominenten oder Schaufenstern vorbehalten. Sie ist das Spezialgebiet von Essense Hill, der Gründerin von Essense of Closets.

In meiner Praxis als Ordnungsexpertin ist mir eines aufgefallen: Ein unordentlicher Kleiderschrank kostet uns nicht nur Nerven, sondern auch Geld. Wir kaufen Dinge, die wir schon besitzen, weil wir sie schlichtweg nicht finden. Essense gilt als die Meisterin darin, alltägliche Garderoben in mühelos stilvolle Bereiche zu verwandeln. Nehmen Sie sich jetzt ein Notizbuch: Wir lüften ihre 10 besten Geheimnisse, um auch Ihren Kasten in eine perfekt kuratierte Boutique zu verwandeln.

Warum Ihr Kleiderschrank mehr ist als nur Stauraum

Essense hat die Organisation nicht in der Schule gelernt. Ihre Leidenschaft erwachte in einem Schuhgeschäft als Teenagerin. „Wir mussten die Schnürsenkel verstecken, jeden Schuh perfekt ausrichten und farblich abstimmen“, erinnert sie sich. Was sie dort über Präsentation lernte, übertrug sie auf ihren eigenen Kasten. Der Kerngedanke ist simpel: Ein gut organisierter Kleiderschrank ist ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt.

Denken Sie darüber nach, wie Sie sich in Ihrem Lieblingsgeschäft fühlen – sei es in einem High-End-Laden am Graben oder in einem übersichtlichen Pop-up-Store. Sie wissen genau, wo Sie alles finden, und das Erlebnis fühlt sich mühelos an. Das gleiche Gefühl sollten Sie zu Hause haben.

Der Insider-Trick, den Essense bei jedem Auftrag anwendet

Essense sagt, ihre stärkste Waffe sei nicht das Organisieren selbst, sondern das Shopping. Sie sucht immer nach einzigartigen Akzenten, die den Raum personalisieren. Das macht den Unterschied zwischen einem “aufgeräumten” und einem “kuratierten” Kleiderschrank.

  • Finden Sie einen ungewöhnlichen Schmuckständer.
  • Nutzen Sie eine elegante Lösung zur Aufbewahrung von Handtaschen.
  • Verwandeln Sie Ihre Hüte in ein Statement-Piece.

Der Kleiderschrank soll sich maßgeschneidert anfühlen, nicht steril. Aber wie setzt man das bei den einzelnen Kleidungsstücken um?

Die 10 wichtigsten Empfehlungen für eine Boutique-Garderobe

1. Das Schicksal alter Schuhkartons

Die erste Regel: Schmeißt alle Schuhkartons raus! Das ist das Erste, was sofort weg muss. Sie sind sperrig und machen den Raum chaotisch. Essense schwört auf die durchsichtigen Schuhboxen. Sie schützen die Schuhe vor Staub, halten sie sichtbar und stapelbar.

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Für Prestige-Schuhe wie teure Pumps, die nicht in die Box passen, gilt: Sie müssen auf einem Regal oder mithilfe von transparenten Erhöhungen wie in einer echten Boutique präsentiert werden.

2. Handtaschen müssen leben

Viele Österreicherinnen verstecken ihre schönen Handtaschen in Stoffbeuteln oder ganz hinten im Schrank. Essense hat eine klare Meinung: „Ich zeige Handtaschen immer offen. Je mehr man sie sieht, desto mehr trägt man sie.“ Kaufen Sie sie nicht, um sie zu verstecken!

Wenn Schutz vor Staub oberste Priorität hat, verwenden Sie durchsichtige Display-Boxen. So bleiben sie sichtbar, aber geschützt.

3. Die einfache Regel fürs Aufhängen und Falten

Essense‘ Motto: Hängen, wo immer es möglich ist, aber wissen, wann gefaltet werden muss. Viele zögern, Strickwaren aufzuhängen. Aber gute, schmale Samtbügel (die sogenannten „huggable hangers“, Essenses Favoriten) behandeln Pullover sanft, ohne sie zu verformen.

Erst wenn der Platz zum Hängen absolut erschöpft ist, wird gefaltet. Bonus-Tipp: Verwenden Sie ausziehbare Schubladenteiler, um gefaltete Reihen ordentlich und kategorisiert zu halten. Das ist der wahre Schlüssel zur „Tidiness“-Ästhetik.

4. Der Stil-Booster: Organisation nach Farbe

Wenn Sie wollen, dass Ihr Schrank sofort nach High-End-Boutique aussieht, gibt es nur eine Regel für aufgehängte Kleidung: Organisieren Sie nach Farbe. „Das vereinfacht alles“, sagt Essense. Wenn Sie etwas Schwarzes suchen, wissen Sie genau, wo es zu finden ist. Es beruhigt das Auge und wirkt unglaublich luxuriös.

5. Der alternative Ansatz: Lebensstil-Zonen

Nicht jeder „shoppt“ seinen eigenen Schrank nach Farbe. Ich habe in meiner Arbeit festgestellt, dass manche Menschen eine Organisation nach Lebensstil bevorzugen. Wenn Sie zwischen Berufs- und Freizeitgarderobe stark unterscheiden, können Sie Zonen schaffen:

  • Hemden/Anzüge für das Büro.
  • Lässige Stücke/Sportkleidung.
  • Abend- oder Reise-Outfits.

Das macht das Anziehen in der Frühmorgenhektik viel einfacher, auch wenn Sie kein Influencer sind.

6. Schmuck: Der Anti-Aufbewahrungs-Irrtum

Kennen Sie diese Über-die-Tür-Hängeregale für Schmuck? Essense winkt ab. „Niemand nimmt sich jeden Tag die Zeit, eine Kette auszuhaken oder Ohrringe ordentlich aufzuhängen.“

Stattdessen: Bewahren Sie Schmuck in Schubladen auf, unterteilt durch Fach-Trays oder Einsätze. So können Sie hereinkommen, die Creolen abnehmen, das Gold in die Gold-Sektion fallen lassen und fertig. Silber bei Silber, Perlen bei Perlen – es bleibt geschützt und sortiert.

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7. Wände für Hüte nutzen

Die Hutwand ist Essenses absolute Lieblingslösung für Kopfbedeckungen. Es ist so einfach wie Haken an die Wand zu montieren und die Hüte daran aufzuhängen. Sie werden vom Stauraum zum dekorativen Statement. Eine viel bessere Lösung als Stapel, die leicht umfallen.

8. Gürtel und Krawatten: Wie im Herrenausstatter

Gürtel und Krawatten sollten immer gehängt werden. Am besten in derselben Sektion wie Anzüge und Blazer. Ein Krawatten-Organizer macht Sinn. Das ist genau wie im Einzelhandel: Wenn alles Zubehör zusammen kategorisiert ist, lässt sich das komplette Outfit mühelos zusammenstellen.

9. Die Entsorgung von Erinnerungsstücken

Ihr Kleiderschrank ist keine Lagerhalle für sentimentale Gegenstände. Wenn Essense einen neuen Kunden berät, fragt sie: „Haben Sie noch etwas aus dem Studium hier? Etwas von der Hochzeit?“

Die einfache Regel lautet: Wenn Sie es nicht aktiv an Ihrem Körper tragen, gehört es nicht in den Kleiderschrank. Erinnerungsstücke und Andenken (wie der Braut-Tiara) müssen in einer separaten Kiste außerhalb des Schrankbereichs aufbewahrt werden.

10. Die Macht des einheitlichen Bügels

Wenn Sie nur einen Tipp von Essense umsetzen können, dann diesen: Kaufen Sie denselben Bügeltyp für Ihre gesamte aufgehängte Kleidung. Essense empfiehlt Samtbügel. Sie sparen nicht nur Platz (bis zu 50%), sondern die einheitliche Optik an der Kleiderstange wirkt sofort aufgeräumt, elegant und teuer – selbst wenn die Kleidung vom Schlussverkauf stammt.

Fazit: Wie Sie sich jeden Morgen fühlen

Ein strukturierter und optisch ansprechender Kleiderschrank ist mehr als nur Ordnung. Es ist Selbstfürsorge. Es verändert, wie Sie Ihren Tag beginnen und wie Sie sich fühlen, wenn Sie sich bereit machen.

Seien Sie spezifisch: Verwenden Sie lieber Korb-Separator für Schals, anstatt sie einfach nur in eine Ecke zu werfen. Erlauben Sie Ihren Kleidungsstücken, zur Geltung zu kommen.

Welcher dieser Tricks wird Ihr erster Schritt in Richtung einer Boutique-Garderobe sein? Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

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